Einige Sekunden lang herrschte Stille.
Lediglich das dezente Summen der Klimaanlage war zu hören.
Maître Perrin blickte noch immer auf das Dokument, das er in den Händen hielt.
Dann fuhr er mit langsamerer Stimme fort:
„…Ich vermache mein gesamtes Vermögen meiner Ehefrau Claire Delmas.“
Es herrschte Stille.
„WAS?!“, schrie Brigitte und sprang auf.
Ihr Stuhl quietschte heftig auf dem Boden.
“Das ist unmöglich!”
Ihr Mann beugte sich scharf zu dem Anwalt vor.
„Ich glaube, du irrst dich!“
Mathieu schwieg.
Doch sein Gesicht wurde nur noch blasser.
Ich stand still.
Ich dachte, ich hätte mich verhört.
Und?
Ein ganzes Vermögen?
Nach diesem berüchtigten, demütigenden Transfer?
Nach diesem schrecklichen Satz:
*„Betrachten Sie diese Zahlung als Anerkennung Ihrer fünfundzwanzig Jahre?“*
Ich schaute Mathieu an.
Nun wich er meinem Blick aus.
Und plötzlich… beunruhigte mich etwas.
Es ging nicht um die Wut im Raum.
Es ging um sein Schweigen.
Als ob er es schon wüsste.
Als ob alles Teil des Plans gewesen wäre.
Brigitte schlug mit der Hand auf den Tisch.
“Das ist lächerlich! Gérard würde so etwas nie tun!”
Maître Perrin rückte nervös seine Brille zurecht.
„Das Testament ist vollkommen rechtmäßig.“
„Warum schickst du dann 120.000 Euro, bevor du stirbst?!“, fuhr sie ihn an.
Der Anwalt zögerte.
Ein kurzes Zögern.
Aber mir ist es aufgefallen.
Und in diesem Moment verkrampfte sich mein Magen.
„Weil es da… eine zusätzliche Klausel gibt.“
Alle erstarrten.
Mathieu blickte langsam auf.