Die Leute trösteten sie.
Sie sagten ihr, sie sei eine so liebevolle Tochter gewesen.
Ich stand am Sarg, zu müde, um irgendjemanden zu korrigieren.
Der Schmerz hatte mich völlig ausgelaugt. Ich hatte nicht mehr die Kraft, meine Leistung zu bringen.

Die Verlesung von Testamenten
Eine Woche später trafen wir uns in der Kanzlei eines Anwalts in der Innenstadt.
Der Anwalt war jung, kultiviert und distanziert. Er verlas das Testament mit einer Stimme, die unsere Familiengeschichte wie einen Geschäftsvertrag klingen ließ.
Das Haus ging an Vanessa.
Die Ersparnisse meines Vaters gingen an Vanessa.
Das Auto ging zu Vanessa.
Die Möbel meiner Mutter, ihr Schmuck und fast all ihre Wertgegenstände gingen an Vanessa.
Und ich?