Mein Vater hat mich mit einem Milliardär verheiratet, der im Koma lag – und als er meine Stimme hörte, öffnete er die Augen.

Er warnte davor, dass man Jason, Dr. Vale und sogar dem Haus selbst nicht trauen könne. Er schrieb von verborgenen Gängen hinter den Wänden und einer silbernen Blockflöte, die im Musikzimmer versteckt war. Falls er noch lebte, flehte er denjenigen, der den Brief fand, an, ihn zu befreien.

Dann sah Claire das Porträt, das in ihrem Zimmer hing.

Die Augen der gemalten Frau glänzten seltsam.

Als Claire eines berührte, bewegte es sich.

Hinter der Mauer befand sich ein verborgener Durchgang.

Kalte, staubige Luft stieg aus der Dunkelheit auf.

Claire wurde daraufhin klar, dass Blackwood House sie seit ihrer Ankunft beobachtet hatte.

Am nächsten Morgen ging sie zu Ethans Zimmer und erzählte ihm, dass sie den Brief gefunden hatte.

Seine Augen öffneten sich.

Schwach, erschöpft, aber bei Bewusstsein.

Als Claire ihm die Medikamente zeigte, reagierte Ethan heftig auf eine Flasche: Doktor Vales „neurotische Lösung“.

Claire verstand die Wahrheit.

Die Medikamente haben nicht geholfen.

Es hielt ihn gefangen.

Als Dr. Vale und Jason hereinkamen, tat Claire so, als würde sie Ethan das Medikament in den intravenösen Zugang spritzen, drückte aber heimlich den Schlauch zu.

Jason beugte sich über Ethan und murmelte: „Ruhe dich aus, Cousin. Du warst schon immer besser im Schweigen.“

Ethan rührte sich nicht.

Doch seine Augen brannten.

An diesem Nachmittag durchsuchte Claire den Musikraum und fand die silberne Blockflöte, die im Klavier versteckt war.

Bevor sie gehen konnte, wurde sie von Frau Lang, der Haushälterin, aufgehalten.

Statt Claire bloßzustellen, warnte Frau Lang sie.

„Jason ist nie weggegangen“, flüsterte sie. „Er wollte, dass du suchst.“

Dann ertönte aus dem Flur langsamer Applaus.

Jason betrat den Raum.

„Gib mir die Blockflöte, Claire.“

Claire ist weggelaufen.

TEIL 2