Das Verbot ist in Kraft getreten , und Gel- und Permanent-Maniküren sind Geschichte. Doch was genau bedeutet das? Welche neuen Regeln gelten? Auf der nächsten Seite unseres Artikels erfahren Sie mehr und wir beantworten die vielen Fragen von Frauen, die eine Leidenschaft für Nageldesign haben.
Es gibt ein Datum, das sehr nahe rückt: den Tag, an dem eine wichtige Neuerung für die Welt der Nagelkunst in Kraft tritt, nämlich das Verbot der Europäischen Union für die Verwendung von Substanzen, die heutzutage sehr häufig in Gelen und semipermanenten Nagellacken enthalten sind.
Hierbei handelt es sich um Trimethylbenzoyldiphenylphosphinoxid (TPO) und Dimethyltolylamin (DMTA), zwei chemische Verbindungen, die in zahlreichen professionellen und frei verkäuflichen Produkten vorkommen, gemäß dem aktualisierten CLP-Anhang, der europäischen Verordnung zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung gefährlicher Stoffe.
Der Schutz der Kundinnen und Kunden hat oberste Priorität, doch der Schutz der Nageldesignerinnen und -designer ist aufgrund der mit längerem Kontakt verbundenen chemischen Risiken ebenso wichtig. Betrachten wir diese beiden chemischen Verbindungen genauer. TPO ist ein Photoinitiator, der für die schnelle Aushärtung von Gel-Nagellack unter UV- oder LED-Lampen sorgt, während DMTA ein Haftvermittler ist, der die Haftung des Produkts auf den Nägeln verbessert.
Die Europäische Kommission ist der Ansicht, dass die Entfernung dieser Substanzen vom Markt eine notwendige Präventivmaßnahme ist, um die Risiken sowohl für die in der Branche Beschäftigten als auch für die Anwenderinnen und Anwender von Nagellack und Gelen zu Hause zu verringern. Daher dürfen Gele, die diese beiden Substanzen enthalten, nicht mehr verkauft oder verwendet werden, und bereits gekaufte Bestände müssen gemäß den geltenden Vorschriften vernichtet werden.
Verbraucherinnen und Verbrauchern wird empfohlen, die Etiketten auf den Verpackungen sorgfältig zu lesen und stets Produkte mit dem Zertifikat „TPO- und DMTA-frei“ zu wählen. So vermeiden sie den Kontakt mit potenziell schädlichen Chemikalien, ohne Kompromisse bei der Qualität ihrer Maniküre einzugehen. Das Verbot gilt für Produkte, die im Handel und online verkauft werden. Verbraucherinnen und Verbrauchern wird geraten, sichere und zertifizierte Alternativen wie neue Photoinitiatoren und risikoarme Pflegeprodukte zu wählen.