Ich verlor mein Baby mit 17 und verließ das Krankenhaus mit leeren Händen, bis eine Krankenschwester wieder in mein Leben trat.

Und dann ging alles so schnell. Viel zu schnell. Helles Licht, aufgeregte Stimmen, mein Herz raste. Sie sprachen mit mir in medizinischen Fachbegriffen, versuchten mich zu beruhigen, aber niemand hetzte dieses kleine Wesen gegen mich. Er wurde mir weggenommen, außer Reichweite, jenseits meines Verständnisses.

Die Ruhe nach dem Sturm

Zwei Tage später erfuhr ich die Nachricht mit fast mechanischer Feinfühligkeit. Ich schrie nicht. Ich weinte nicht sofort. Ich starrte einfach nur die Wand an, unfähig zu begreifen, wie man jemanden verlieren kann, den man nie wirklich in den Armen gehalten hat.

 

Dann kam eine Krankenschwester herein. Ihr Blick war ruhig und ihre Bewegungen langsam, als ob sie instinktiv wüsste, dass Freundlichkeit ein Herz vor dem völligen Zerbrechen bewahren kann. Sie setzte sich neben mich und wischte mir die Tränen von den Wangen, ohne Fragen zu stellen.

„Du bist jung“, flüsterte er mir zu. „Das Leben endet nicht mit dir.“