Hoher Blutzucker wird oft als „stille“ Krankheit bezeichnet, da er sich schleichend und ohne offensichtliche Warnzeichen entwickeln kann. Viele Menschen ignorieren frühe Veränderungen ihres Körpers und schreiben sie Stress, dem Alter oder Schlafmangel zu. Anhaltend erhöhte Blutzuckerwerte können jedoch zu ernsthaften gesundheitlichen Komplikationen führen. Zu verstehen, was Diabetes ist, wer besonders gefährdet ist und welche Symptome ein hoher Blutzuckerspiegel mit sich bringt, hilft Ihnen, angemessen zu handeln.
Was ist Diabetes?
Diabetes ist eine chronische Erkrankung, die den Blutzuckerstoffwechsel beeinträchtigt. Glukose ist die wichtigste Energiequelle des Körpers und stammt aus der Nahrung. Um Glukose aus dem Blutkreislauf in die Zellen zu transportieren, benötigt der Körper das Hormon Insulin.
Wenn Sie Diabetes haben:
Ihr Körper produziert nicht genügend Insulin (Typ-1-Diabetes) oder
Ihr Körper wird insulinresistent und kann das Insulin nicht mehr effektiv nutzen (Typ-2-Diabetes).
Infolgedessen reichert sich Glukose im Blut an, anstatt als Energiequelle genutzt zu werden. Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte können mit der Zeit Herz, Nieren, Nerven, Augen und Blutgefäße schädigen.
Wer hat das höchste Risiko, an Diabetes zu erkranken?
Obwohl jeder Mensch an Diabetes erkranken kann, haben bestimmte Gruppen aufgrund genetischer Veranlagung, Lebensstil oder Stoffwechselfaktoren ein deutlich höheres Risiko.
Erwachsene über 40 Jahre
Das Risiko steigt mit dem Alter, insbesondere wenn die körperliche Aktivität abnimmt und das Körpergewicht zunimmt.
Menschen, die übergewichtig oder fettleibig sind
Überschüssiges Körperfett – insbesondere im Bauchbereich – steht in engem Zusammenhang mit Insulinresistenz, einem wichtigen Faktor bei Typ-2-Diabetes.
Menschen mit einer familiären Vorbelastung für Diabetes
Wenn ein Elternteil oder ein Geschwisterkind Diabetes hat, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, selbst an Diabetes zu erkranken.
Menschen, die einen sitzenden Lebensstil pflegen
Langes Sitzen, Büroarbeit und wenig körperliche Aktivität können die Fähigkeit des Körpers beeinträchtigen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren.
Frauen mit einer Vorgeschichte von Schwangerschaftsdiabetes
Frauen, die während der Schwangerschaft Diabetes entwickeln, haben ein höheres Risiko, später im Leben an Typ-2-Diabetes zu erkranken.
Menschen mit Bluthochdruck oder hohem Cholesterinspiegel
Diese Erkrankungen treten häufig gemeinsam auf und führen zur Bildung eines metabolischen Syndroms, wodurch das Gesamtrisiko steigt.
Menschen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS)
Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) steht in engem Zusammenhang mit Insulinresistenz und erhöhten Blutzuckerwerten.
Menschen, die unter chronischem Stress oder Schlafproblemen leiden
Langfristiger Stress und Schlafmangel können das hormonelle Gleichgewicht stören und sich negativ auswirken.