Acrylamid: Welche schädliche Substanz hat diese in Kaffee, Brot und (Gemüse-)Chips enthalten?

Labtest

Für die Sendung  „Alles op tafel“ ließ Marijn Frank  verschiedene Chipssorten auf Acrylamid testen. Was kam dabei heraus? Die meisten Kartoffelchips liegen deutlich unter dem Grenzwert von 750 Mikrogramm pro Kilogramm (µg/kg). Die getesteten Gemüsechips wiesen hingegen deutlich höhere Werte auf.

Kartoffelchips:

  • Lay’s Ofen-Chips Naturel: 111  μg /kg
  • Aldi Kraax Naturchips: 115  μg /kg
  • Graze rauchiger Barbecue-Crunch: 180  μg /kg
  • G’woon Naturchips: 210  μg /kg
  • Tyrells Chips mit Meersalz: 240  μg /kg
  • PLUS natürlich gerippte Chips: 370  μg/kg
  • Natürliche Bauernhof-Chips: 520 μg/kg

Gemüsechips:

  • Deka Patatas Fritas Bietenchips: 470  μg /kg
  • Trafo Gemüsechips (Karotte, Rote Bete, Pastinake): 1010 μg/kg
  • AH Gemüsechips Meersalz: 1270 μg/kg
  • Go Pure Gemüsechips: 3750  μg /kg

    Reaktion der Hersteller

    Wir haben auch die Hersteller der getesteten Gemüsechips um eine Stellungnahme gebeten. Ein Hersteller wollte die Ergebnisse überhaupt nicht kommentieren, während ein anderer sagte: „Unser Test zeigt, dass die Werte sehr unterschiedlich sind. Und solange es noch keinen Standard gibt, kann man ihn nicht überschreiten.“

    Reduzieren oder ganz darauf verzichten?

    Sollten wir jetzt also alle Produkte mit Acrylamid komplett meiden? Acrylamid vollständig zu vermeiden ist nahezu unmöglich, da es in vielen Lebensmitteln vorkommt. Die Europäische Union hat daher Grenzwerte festgelegt, um den Acrylamidgehalt pro Produkt so weit wie möglich zu begrenzen. Wer jedoch glaubt, mit Gemüsechips eine gesunde Wahl zu treffen, könnte sich irren.

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