Das Testament meines Mannes machte mich zur Millionärin… doch ein einziger Satz eines Anwalts verwandelte dieses Vermögen in einen Albtraum.

Ich habe es sofort gespürt.

Maître Perrin schloss den Aktenkoffer.

„Frau Delmas… Ich rate Ihnen, einfach den Anweisungen Ihres Mannes zu folgen.“

“*Warum?”

Er starrte mich mit seltsamen Augen an.

Fast schon… besorgt.

„*Weil Ihr Mann glaubte, vor seinem Tod in Gefahr zu sein.“

Mir wich das Blut aus dem Gesicht.

Brigitte brach in nervöses Lachen aus.

„*Hört auf, diese lächerlichen Geschichten zu erzählen! Gérard ist an einem Herzinfarkt gestorben!“

Doch der Anwalt antwortete gelassen:

„*Offiziell… ja.“

Offiziell.

Das Wort hallte in meinem Kopf wie ein Alarm wider.

Mathieu griff nach seiner Jacke.

„Ich bringe dich morgen früh zurück nach Haute-Savoie.“

Ich starrte ihn an.

“*Warum hilfst du mir plötzlich?”

Sein Blick wurde kalt.

— *Weil mein Vater es verlangte.*

Dann verließ er wortlos den Raum.

Ich habe in dieser Nacht nicht geschlafen.

Ich saß im Wohnzimmer, umgeben von Dunkelheit.

Jeder Gegenstand wirkte nun anders.

Als hätte ich endlich mein wahres Zuhause gefunden, in dem ich fünfundzwanzig Jahre lang gelebt hatte.

Um drei Uhr morgens stand ich auf, um Wasser zu trinken.

Und dann bemerkte ich es.

Gérards Schreibtisch stand einen Spalt offen.

Seltsam.