Das Testament meines Mannes machte mich zur Millionärin… doch ein einziger Satz eines Anwalts verwandelte dieses Vermögen in einen Albtraum.

Er hielt sie immer verschlossen.

Stets.

Ich öffnete die Tür vorsichtig.

Der Duft seines Parfums hing noch immer im Raum.

Auf dem Schreibtisch…

Schwarze Aktentasche.

Ich schwöre, ich habe sie noch nie zuvor gesehen.

Meine Hände zitterten, als ich es öffnete.

Innenteil:
Kontoauszüge,
Fotokopien,

Fotos.

Und dann der Umschlag.

Mit meinem Namen.

Claire.

Mein Herz hämmerte so heftig, dass ich das Blut fast in meinen Ohren hören konnte.

Ich öffnete den Brief.

Und schon bei der ersten Zeile… wären mir fast die Beine weggeknickt.

„Wenn du das liest, bin ich wahrscheinlich schon tot.“

Ich fuhr fort.

*„Vertraue niemandem in deiner Familie.“*

Dann:

> *„Sogar Mathieu.“*

Mir lief ein kalter Schauer über den Rücken.

Ich habe den Satz mehrmals gelesen.

Unmöglich.

Mathieu war gewiss distanziert… aber Gérard verehrte ihn.

Warum schreibe ich das?

Dann fiel mein Blick auf den letzten Satz.

Und dieses Mal schien die Welt zusammenzubrechen.

„Ich bin mir nicht sicher, ob ich eines natürlichen Todes sterben werde.“

Ich habe den Brief fallen lassen.

NEIN.

NEIN.

Das war nicht möglich.

Unmöglich.

Mein Mann ist seit einigen Monaten paranoid.

Er malte sich alle möglichen Dinge aus.

Nicht.

Das musste es sein.

Noch…

Plötzlich tauchte ein Bild in meinem Kopf auf.

Drei Wochen vor seinem Tod.

Gérard weigerte sich, den Kaffee zu trinken, den Brigitte beim Familienessen zubereitet hatte.

Er behauptete, er habe Magenschmerzen.

Es kam mir damals seltsam vor.

Jetzt…

Ich war mir in nichts mehr sicher.

Am nächsten Morgen traf Mathieu pünktlich um sieben Uhr ein.

Die Fahrt nach Haute-Savoie verlief in bedrückender Stille.