Ich starrte immer noch auf das Telefon.
„Da sind Sprachnachrichten drauf“, fuhr er fort. „Von jener Nacht. Und Opa, eine der Nachrichten wurde gelöscht. Nicht vollständig.“
Mein Gehirn versuchte, das Bild zusammenzusetzen. Warum wurde es dort zurückgelassen? Warum wurde es versteckt? Wem gehörte es?
Am Ende habe ich nur gefragt, was wirklich zählt.
„Was stand in der Nachricht?“
Er schluckte, seine Stimme wurde noch leiser.
„Sie waren auf dieser Reise nicht allein. Und jemand sorgte dafür, dass sie nicht nach Hause kamen.“
Mein Herz hämmerte mir in den Ohren. Der Boden schien sich unter mir leicht zu neigen.
Emily zögerte kurz und warf dann einen Blick in Richtung Flur, als wollte sie sich vergewissern, dass wir wirklich allein waren.
„Erinnern Sie sich an Officer Reynolds?“
Ich wünschte, ich hätte mich daran erinnert.
Er brachte die Neuigkeiten. Er kannte uns. Er hatte beim Benefizessen der Kirche mitgegessen und wie alle anderen Chili gegessen.
„Er sagte, es ging schnell“, murmelte ich. „Er sagte, du hättest keine Schmerzen gehabt.“
Emily nickte.
„Er sagte auch, dass keine anderen Fahrzeuge beteiligt waren.“
Er schaltete das Telefon ein und begann eine Sprachnachricht aufzunehmen. Es knarrte, der Wind wehte, das gedämpfte Motorengeräusch war zu hören, aber zwei Stimmen waren immer noch zu verstehen.
Die Stimme eines Mannes, in Panik: „Ich kann das nicht mehr. Du hast gesagt, niemand würde verletzt werden.“
Dann eine andere Stimme, kalt und scharf: „Fahr einfach weiter. Du hast die Abzweigung verpasst.“
Das war es.
„Das allein beweist noch gar nichts“, sagte ich mit zitternder Stimme.
„Ich weiß“, antwortete er. „Deshalb habe ich weitergemacht.“
Und dann erzählte er mir alles.
In den vergangenen Monaten hatte er alte Akten, Unfallberichte und interne Untersuchungsberichte durchforstet. Er hatte die Firmendatenbank durchsucht, alte Stellenbezeichnungen und Dienstausweisnummern verglichen und Zeugenaussagen eingehend studiert.
Dann sagte er den Satz, der mir den Atem verschlug.