„Das hast du mir nie erzählt.“
„Du bist verschwunden.“
Mama senkte den Blick.
„Das Leben kam dazwischen.“
“Ich weiß.”
Alaric warf einen Blick in Richtung Küche.
„Geben Sie mir fünf Minuten.“
“Wofür?”
„Ihr eigentliches Abendessen.“
Mama lachte.
„Ich bin mir nicht sicher, ob ich jetzt überhaupt noch etwas essen kann.“
„Dann nimm es mit nach Hause.“
Er verschwand durch die Küchentür.
Wenige Minuten später kehrte er selbst mit dem Teller zurück.
Frische Pasta.
Geröstetes Gemüse.
Brot.
Und außerdem…
Noch ein Stück Tiramisu.
Die Mutter verbarg ihr Gesicht.
„Alaric.“
“Was?”
„Ich hatte schon Nachtisch.“
Er stellte den Teller vor sie hin und lächelte.
„Vielleicht sollte ich diesmal den Nachtisch nicht auslassen.“
Das gesamte Restaurant brach in Gelächter aus.
Mama lachte auch.
Nicht dieses nervöse, leise Lachen, das sie gelernt hatte, immer dann einzusetzen, wenn sie sich unwohl fühlte.
Kein höfliches Lachen, das dazu dienen soll, anderen ein besseres Gefühl zu geben.
Sie lachte so lange, bis ihr die Tränen über die Wangen rollten.
Dann nahm sie ihre Gabel.
Sie nahm noch einen Bissen Tiramisu, schloss die Augen und lächelte.
Auf der Heimfahrt blieb sie mehrere Minuten lang still.
Schließlich blickte sie mich an.
“Seidelbast?”
“Ja?”
„Ich meinte, was ich vorhin gesagt habe.“
“Was?”
Sie schaute aus dem Fenster.
„Vielleicht sollte ich öfter ausgehen.“
Diesmal habe ich nicht so getan, als ob mir die Worte nicht alles bedeuteten.
„Das würde mir sehr gefallen.“
Mama lächelte.
„Ich auch.“