Innerhalb von fünf Jahren gespart

Er war fünf Jahre lang vernachlässigt worden und schien nicht einmal mehr zu leben. Nur noch ein verhärteter Klumpen am Straßenrand, kaum bewegungslos und kaum beachtet. Die Leute fuhren an ihm vorbei, ohne langsamer zu fahren, als ob das, was auch immer er war, die Grenze zwischen Leben und Vergessen bereits überschritten hätte.

Dann hielt jemand an.

Aus der Nähe betrachtet, war die Wahrheit unerträglich. Unter Schichten von Schmutz und verfilztem Fell atmete noch etwas – schwach, zerbrechlich, aber entschlossen zu überleben. Das Tier wurde eilig zu den Rettern gebracht, und was sie darunter vorfanden, war schlimmer, als sich irgendjemand hätte vorstellen können.

Sie nannten ihn Matt.

Nicht als Scherz, sondern als Mahnung an das, was ihm angetan worden war. Sein Fell war zu einer dicken, erdrückenden Rüstung geworden. Ein Halsband war mit seinem Fleisch verwachsen. Eine Leine war Teil seines Körpers geworden. Jahrelang hatte ihn der Schmerz wie ein unsichtbares Gefängnis umhüllt.