Gestern kam es im Rotterdamer Hafen zu einer massiven Störung durch die Klimaschutzgruppe Geef Tegengas. Dutzende Demonstranten blockierten mit Holzkonstruktionen, Fässern und Transparenten den Zugang zu wichtigen Terminals wie dem Rotterdam World Gateway und den APM Terminals. Was als friedlicher Protest gegen Waffenhandel und Umweltverschmutzung begann, eskalierte schnell, als Lkw-Fahrer und Landwirte die Situation selbst in die Hand nahmen und die Blockade auflösten.
Verlauf der Blockade
Die Blockade fand auf der Tweede Maasvlakte statt und begann gegen 10:30 Uhr. Rund hundert Aktivisten versammelten sich auf den Zufahrtsstraßen und ketteten sich mit palästinensischen Flaggen und Ketten fest. Ihr Ziel war es, Unternehmen, die am Warentransport nach Israel beteiligt sind, zur Rechenschaft zu ziehen. Dies führte schnell zu einem vollständigen Verkehrsstillstand und großer Frustration unter den Autofahrern, die stundenlang festsaßen.
Reaktion der Fahrer
Die Polizei traf schnell ein, entschied sich aber zunächst gegen ein Eingreifen, solange die Situation nicht eskalierte. Doch einigen Fahrern platzte der Kragen, und es kam zu Konfrontationen mit den Aktivisten. Videos in den sozialen Medien zeigten, wie Fahrer versuchten, Transparente wegzureißen und Demonstranten von der Straße zu drängen. Ein Lkw fuhr sogar langsam auf die Blockade zu, um sie zu durchbrechen. Bauern, die sich zufällig wegen einer anderen Demonstration in der Gegend aufhielten, schlossen sich den Fahrern an und brachten ihren Unmut zum Ausdruck.