Warum klare Regeln funktionieren
Grenzen schaffen Stabilität, glaubt Marjan. „Wenn man einem Hund erlaubt, mit ins Bett zu kommen, lernt er, dass das überall möglich ist. Für Ruhe und Geborgenheit muss ein Hund wissen, was von ihm erwartet wird“, sagt sie.
Nicht jeder sieht das so. „Ich sehe oft Fotos von Leuten, die ihren Hund unter der Decke verstecken. Das sieht zwar süß und gemütlich aus, aber ich denke sofort an Hundehaare und Schmutz. Es ist unhygienisch und vermittelt dem Hund das falsche Signal“, betont Marjan.
Laut ihrer Aussage profitieren Hunde tatsächlich von einem eigenen Rückzugsort. „Das ist nicht nur besser fürs Haus, sondern auch angenehmer für den Hund. Er braucht seinen eigenen sicheren Platz“, sagt sie überzeugt.
Ihre Haltung führt manchmal zu peinlichen Situationen. „Einmal brachten Freunde ihren Hund mit und wollten ihn auf die Couch legen lassen. Ich sagte dann höflich, dass das hier nicht üblich sei“, erinnert sie sich. Unangenehm wie es ist, sie fühlt sich verantwortlich dafür, für das einzustehen, was ihr wichtig ist.
Heutzutage achten viele Menschen besonders auf die Bedürfnisse von Hunden. Manche lassen ihren Hund einfach im Bett schlafen – völlig in Ordnung, wenn sie das so wollen –, aber Marjan braucht das nicht. „Mein Bett ist für Menschen. Ich teile mein Bett nicht mit Tieren“, erklärt sie.
Hundeliebhaber haben dazu unterschiedliche Meinungen. Während manche ihren Hund überallhin einbeziehen möchten, setzt Marjan auf klare Grenzen in Bezug auf Hygiene, Struktur und Wohlbefinden. „Für mich gehört ein Hund einfach nicht ins Bett“, sagt sie. Sie bleibt ihren Prinzipien treu und sorgt so für ein sauberes, ruhiges und glückliches Zuhause für ihre Hunde.