In den Asphalt eingelassene Grabsteine
Heute sind die Namen von Richard und Catherine Dotson in die Start- und Landebahn 10 eingraviert, die jährlich von Tausenden von Flugzeugen genutzt wird. Zwei flache, unauffällige Platten markieren ihre Anwesenheit. Sie sind in den Asphalt eingelassen, regungslos zwischen Himmel und Landebahn. Dies ist einer der seltenen Fälle weltweit, in denen Gräber in eine aktive Start- und Landebahn integriert wurden. Es ist schwer, sich dies beim Einsteigen in ein Flugzeug vorzustellen … als würde die Geschichte unter den Rädern der Flugzeuge flüstern.

In der Nähe sind noch weitere Gräber zu sehen.
Zwei weitere Gräber, die von John Dotson und Daniel Hueston, befinden sich ebenfalls unweit des Weges, versteckt in einem Dickicht. Auch hier lehnten die Familien eine Umbettung ab und zogen es vor, die Erinnerung an ihre Gräber an dem Ort ihres Lebens zu bewahren.

Eine verfluchte Stadt vom ersten Moment der Landung an?
Savannah ist keine gewöhnliche Stadt. Sie zählt regelmäßig zu den geheimnisvollsten Städten der Vereinigten Staaten und erinnert an die Geister von Salem oder New Orleans. Hier erzählt jeder Stein eine Geschichte: Grabsteine, bedeckt mit Spanischem Moos, Spuren des Bürgerkriegs, Opfer des Gelbfiebers und die schmerzhaften Geschichten der Sklaverei. Für manche Reisende beginnt der Nervenkitzel schon vor der Landung. Legenden besagen, dass Piloten und Besatzungsmitglieder diese Gräber und ihre Geheimnisse genau kennen. Manche berichten sogar von seltsamen Empfindungen beim Start oder bei der Landung…

Eine Erinnerung, die auf Kurs bleibt
Heute gelten die Dotsons als „unverzichtbarer Teil der Flughafengeschichte“. Ihre Geschichte ist eine Hommage an eine Vergangenheit, die sich dem Fortschritt widersetzt. Sie erinnert uns daran, dass unter jeder Asphaltschicht eine Erinnerung verborgen liegt. Und dass man manchmal nur nach oben … oder nach unten schauen muss.