Wäsche bei 40° in der Waschmaschine zu waschen ist keine gute Idee: Hier erfahren Sie, warum Sie sich diese Angewohnheit abgewöhnen sollten.

Macht es wirklich einen Unterschied, ob man bei 40 °C oder 30 °C wäscht?
Für den Geldbeutel: ja, oft schon.
Für die Kleidung: meist kaum, vor allem bei der täglichen Wäsche.
Da das Erhitzen des Wassers den größten Energieaufwand verursacht, führt die Reduzierung der Waschtemperatur von 40 °C auf 30 °C zu einer deutlichen Verbrauchsreduzierung. In vielen Fällen bleibt die Wäsche genauso frisch, besonders wenn man ein paar einfache Regeln beachtet: nach Farben sortieren, die Trommel nicht überfüllen, das Waschmittel richtig dosieren und das passende Programm wählen.
Zum Vergleich: Verschiedene Studien geben an, dass ein Waschgang bei 60 °C etwa 1,3 kWh verbraucht, bei 40 °C hingegen nur etwa 0,7 kWh und bei 30 °C etwa 0,4 kWh. Diese Werte variieren je nach Maschine und Programm, aber das Verhältnis ist deutlich erkennbar: Je heißer, desto teurer. Bei mehreren Waschgängen pro Woche kann sich dieser Unterschied im Laufe des Jahres bemerkbar machen.
Warum ist Waschen bei 30 °C die umweltfreundlichere Wahl?
Waschen bei 30 °C benötigt weniger Energie zum Erhitzen des Wassers. Weniger Energie bedeutet in der Regel geringere Emissionen. Kampagnen haben diesen Effekt hervorgehoben, indem sie gezeigt haben, wie viel Energie im großen Maßstab eingespart werden kann, wenn Haushalte regelmäßig bei 30 °C waschen. Die Idee ist einfach: Wenn Millionen von Menschen ihre Gewohnheiten anpassen, führt dies gemeinsam zu einer deutlichen Reduzierung des Energieverbrauchs und der CO₂-Emissionen.
Darüber hinaus hat das Waschen bei niedrigen Temperaturen einen weiteren Vorteil: Es trägt oft dazu bei, dass Kleidung länger gut aussieht. Das mag nicht nach einer Umweltmaßnahme klingen, ist aber dennoch wichtig. Langsamere Abnutzung bedeutet selteneren Ersatz und somit weniger Produktion, weniger Transport und weniger Abfall.
Bettwäsche, Buntwäsche, Wäsche: Antworten auf häufig gestellte Fragen zur richtigen Temperatur.
Waschen scheint ein einfacher Vorgang zu sein: Wäsche in die Trommel geben, Waschmittel hinzufügen, Programm wählen und starten. In der Praxis wirft es jedoch viele Fragen auf. Oftmals bestehen Zweifel, insbesondere hinsichtlich der Temperatur und des Mischens verschiedener Kleidungsstücke. Im Folgenden finden Sie klare Richtlinien.
1. Kann man bei 30 °C Buntwäsche mischen?
Grundsätzlich ist 30 °C eine schonendere Temperatur, wodurch Farben weniger schnell ausbluten als bei höheren Temperaturen. Dennoch bleibt das Risiko des Abfärbens bestehen, insbesondere bei neuer Kleidung oder farbintensiven Stoffen. Einige Regeln können helfen:
Waschen Sie neue, farbenfrohe Kleidung die ersten Male separat.
Dunkle Farben (Schwarz, Dunkelblau, Rot) können abfärben, besonders bei neuen Teilen.
Verwenden Sie gegebenenfalls ein Farbfangtuch beim Waschen gemischter Wäsche.
Sortieren Sie die Wäsche nach Möglichkeit in mindestens drei Gruppen: Weiß, Dunkel und Hell/Farbig.
Bei 30 °C ist die Wahrscheinlichkeit des Abfärbens zwar geringer, aber nicht gleich null. Eine leuchtend rote Socke kann helle Kleidung, insbesondere neue, immer noch rosa färben.
2. Bei welcher Temperatur sollte man Bettwäsche waschen?
Bettwäsche wird lange benutzt, kommt mit Schweiß und Haut in Berührung und gilt oft als „hygienische Wäsche“. Allerdings muss Bettwäsche nicht immer bei 60 °C gewaschen werden, insbesondere wenn sie nicht stark verschmutzt ist.
30 °C bis 40 °C: geeignet für regelmäßig gewechselte, nicht stark verschmutzte Bettwäsche.
60 °C: sinnvoll bei Krankheit, Hausstaubmilbenallergie oder wenn besondere Hygiene gewünscht wird (z. B. bei Babytextilien).
Wählen Sie außerdem das richtige Programm: Baumwollprogramme eignen sich oft für Bettwäsche, aber auch Eco-Programme bei niedrigeren Temperaturen können gute Ergebnisse liefern.
Wichtig ist, dass die Bettwäsche nach dem Waschen vollständig trocknet. Frisch gewaschene Wäsche, die zu lange feucht bleibt, kann einen muffigen Geruch entwickeln.
3. Wann sind 40 °C oder 60 °C eine gute Wahl?
40 °C sind nicht grundsätzlich ungeeignet. Sie sind jedoch für die tägliche Wäsche oft unnötig. Es gibt jedoch Situationen, in denen eine höhere Temperatur sinnvoll sein kann:
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40 °C sind nicht grundsätzlich falsch. Sie sind lediglich für die tägliche Wäsche oft unnötig. Dennoch gibt es Situationen, in denen eine höhere Temperatur sinnvoll sein kann:
Handtücher und Waschlappen, insbesondere wenn sie lange feucht bleiben oder schnell muffig riechen.
Unterwäsche und Bettwäsche bei Krankheit oder wenn besondere Hygiene gewünscht ist.
Stark verschmutzte Kleidung, beispielsweise mit Fettflecken oder hartnäckigem Schmutz.
Küchentücher und Putzlappen, da diese oft viele Bakterien aufnehmen.
Wenn Sie diese stärker verschmutzten Wäschestücke gelegentlich bei 60 °C waschen, kann dies außerdem dazu beitragen, dass die Waschmaschine sauberer bleibt.
Praktische Tipps für das richtige Waschen bei niedrigeren Temperaturen.
Wenn Sie häufiger auf 30 °C oder 20 °C umsteigen, sind diese Tipps hilfreich:
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