Das bedeutet es laut Psychologie wirklich, keine engen Freunde um sich zu haben

Was die Neurowissenschaft beobachtet

Auch die neurowissenschaftliche Forschung liefert interessante Erkenntnisse.

Einige Studien zeigen, dass bei Menschen, die dazu neigen, emotionale Nähe zu vermeiden, bestimmte Hirnareale, die mit der Emotionskontrolle in Verbindung stehen, aktiver sind.

Mit anderen Worten: Wenn das Gehirn mit einer Situation konfrontiert wird, die emotionale Nähe erfordert, versucht es möglicherweise automatisch, Distanz zu schaffen.

Das bedeutet nicht, dass die Person keine Beziehungen eingehen möchte.

Vereinfacht gesagt, könnte das Nervensystem diese Nähe als etwas Unangenehmes oder Ungewöhnliches wahrnehmen.

Dieser Mechanismus funktioniert oft unbewusst.

Warum diese Profile oft so erfolgreich sind
Paradoxerweise erbringen diese Menschen oft in strukturierten Umgebungen hervorragende Leistungen.

Sie sind in der Lage, selbstständig zu arbeiten, Projekte zu organisieren und effektive Entscheidungen zu treffen.

Sie werden häufig als zuverlässig, verantwortungsbewusst und solide beschrieben.

Sie bitten selten um Hilfe und ziehen es vor, Situationen selbst zu bewältigen.

Doch wenn man eine einfache Frage stellt wie: „Wer kennt wirklich deine Sorgen oder Zweifel?“, fällt die Antwort manchmal zögerlicher aus.

Hier zeigt sich der Kontrast zwischen einem aktiven Sozialleben und einem sehr kleinen inneren Kreis.

Wie man schrittweise engere Bindungen aufbaut
Die gute Nachricht: Dieses System ist nicht in Stein gemeißelt.

Psychologen erklären, dass Evolution normalerweise keine radikale Veränderung der Persönlichkeit mit sich bringt.

Es entsteht vielmehr durch kleine, alltägliche Gesten.

Zum Beispiel :

etwas länger in einem persönlichen Gespräch bleiben
sich darauf einigen, ein einfaches Gefühl zu teilen
um Hilfe bitten oder Hilfe annehmen
die Frage „Wie geht es dir?“ ehrlich beantworten zu können.
Diese Momente mögen bescheiden erscheinen, aber sie tragen dazu bei, das zu schaffen, was Fachleute als positive Beziehungserfahrungen bezeichnen.

Nach und nach ermöglichen sie uns, emotionale Nähe als etwas Beruhigenderes wahrzunehmen und tiefe Beziehungen aufzubauen .

Denn manchmal besteht der erste Schritt zu einer aufrichtigen Freundschaft einfach darin, authentisch zu sein, ohne zu versuchen, alles kontrollieren zu können.

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