Ja. Genau das ist es. Langweilig? Vielleicht. Aber in einer Welt, in der jeder irgendetwas hinterherjagt – Likes, Beliebtheit, einen Waschbrettbauch, einen Mann, der zurückschreibt –, fand sie jemanden, der ihr Frieden, Anerkennung und Geborgenheit schenkte.
Kenji war nichts Besonderes. Er trug Socken in seinen Sandalen und benutzte immer noch ein Klapphandy. Aber er bereitete ihr jeden Morgen das Frühstück zu, fragte nach ihren Träumen (nicht nur nach denen mit konkreten Zielen, sondern auch nach den seltsamen Träumen mit lila Elefanten und schwebender Pizza) und kannte die Namen ihrer Freunde – sogar die von denen mit sechs Katzen und einem Überlegenheitskomplex.
Als die 26-jährige Yuki ihren Freundinnen erzählte, dass sie einen 70-jährigen Mann namens Kenji heiraten würde, waren alle fassungslos. Der Gruppenchat explodierte förmlich. Die Reaktionen reichten von
Mädchen, ist der wirklich stinkreich?
„Geht es dir gut?“
„Hat er wenigstens gutes WLAN?“
Doch Yuki gab nicht nach. Sie hatte Kenji an einem Strand in Okinawa kennengelernt, mitten in ihrer, wie sie es nannte, „Viertel-Lebenskrise“. Sie hatte gerade ihren Job gekündigt, herausgefunden, dass ihr Ex jetzt mit ihrer ehemaligen Chefin zusammen war (autsch!), und war bereit, sich komplett zurückzuziehen und nur noch mit Meeresschildkröten zu reden. Stattdessen traf sie Kenji, der ihr eine kalte Limonade, ein offenes Ohr und einen Stuhl im Schatten anbot. Kein schlechter Tausch.
Kenji, ein pensionierter Physikprofessor mit einer Vorliebe für Gartenarbeit, gegrillten Fisch und überraschend witzige Memes, brachte sie zum Lachen. „Ich habe lange genug gelebt, um zu wissen, dass die meisten Leute Unsinn reden“, sagte er achselzuckend. „Nicht du. Das ist selten.“
Fortsetzung auf der nächsten Seite.
Mädchen, ist der stinkreich?
„Geht es dir gut?“
„Hat er wenigstens gutes WLAN?“
Doch Yuki gab nicht nach. Sie hatte Kenji an einem Strand in Okinawa kennengelernt, mitten in ihrer, wie sie es nannte, „Viertel-Lebenskrise“. Sie hatte gerade ihren Job gekündigt, herausgefunden, dass ihr Ex jetzt mit ihrer ehemaligen Chefin zusammen war (autsch!), und war bereit, sich komplett zurückzuziehen und nur noch mit Meeresschildkröten zu reden. Stattdessen traf sie Kenji, der ihr eine kalte Limonade, ein offenes Ohr und einen Stuhl im Schatten anbot. Kein schlechter Tausch.