„Er sieht aus wie dein verschollener Sohn“, flüsterte die Verlobte des Millionärs. Was dann folgte, versetzte die gesamte Straße in Schock.

Marc Caldwell war kein Mann, der gern zu Fuß ging. Er war der Typ, der in einer Limousine mit Chauffeur vorfuhr, umgeben von seinen Assistenten, und die Stadt schien um ihn herum zum Leben zu erwachen, als wäre sie schon immer da gewesen. Doch an diesem Tag war alles anders. Seine Verlobte, Victoria Hayes, bestand darauf, dass er die letzten Kilometer zu ihrem Haus zu Fuß zurücklegte; Dieses wunderschöne Sommerlicht sei „zu perfekt, um es zu verderben“.

Sie ging mitten auf der Straße entlang, als Victoria plötzlich wie erstarrt stehen blieb. Deine Hand krallte sich in Marcs Arm und ihre Nägel gruben sich ein.

—Marcus —sushurro—, schau nicht sofort hin… aber da sitzt ein Junge auf der anderen Straßenseite.

Marcus folgte seinem Blick.

Der Junge war barfuß und saß am Rand des Bürgersteigs, die Knie an die Brust gezogen. Er hatte ein schmales, zierliches Gesicht, helles Haar und ein Grübchen auf der linken Wange – ein Detail, das sich Marc wie eine Narbe ins Gedächtnis gebrannt hatte. Seine Augen jedoch … ließen ihn vergessen, wie er sich verhalten sollte. Tiefblau, wie das Meer. Genau wie die seiner verstorbenen Frau.

Ich hatte diese Augen zwölf Jahre lang nicht gesehen.
Nicht seit dem Tag, an dem ihr fünfjähriger Sohn aus dem Lleo de Geñte Park verschwand.

Babypflege

Victorias Stimme klang kaum mitfühlend. „Es scheint …“

„Mein Sohn“, beendete Marcs den Satz; die Worte klingen etwas angestaubt.

 

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