3/ Bringen Sie eine Schutzfolie an.
Im Gegensatz zu Vorhängen, die die Wärme sofort einschließen, reflektiert Sonnenschutzfolie die Infrarotstrahlung nach außen, bevor sie das Haus aufheizen kann. Hochwertige Folien blockieren bis zu 80 % der Sonnenenergie und fast alle UV-Strahlen, die für das Ausbleichen von Möbeln und Textilien verantwortlich sind. Sie lassen nicht nur das natürliche Licht durch, sondern senken die Innentemperatur auch um schätzungsweise 2 bis 5 °C. Im Baumarkt kostet die Folie zwischen 15 und 40 Euro pro Quadratmeter.
Gut zu wissen: Wählen Sie repositionierbare Folien, die außen an den Fenstern angebracht werden. Vergessen Sie nicht, diese im Oktober zu entfernen, damit sie im Winter nicht von der Sonneneinstrahlung aufgeheizt werden. Bringen Sie sie im Mai wieder an.
4/ Schluss mit der warmen Luft!
Genau wie die Kälte im Winter sind auch warme Zugluftnäpfe lästig. Finden Sie die Schwachstellen (Fenster, Türen, Spalten, Fensterläden, Rollläden usw.) und ergreifen Sie Maßnahmen: Dichten Sie Ihre Fensterrahmen mit Silikon ab, bringen Sie Dichtungsbänder an den Türunterkanten an und dichten Sie die Rollladenkästen mit Dämmschaum ab, um zu verhindern, dass ständig warme Luft eindringt. Eine Rolle Dichtmittel (6 bis 10 Meter) kostet zwischen 5 und 15 Euro.
5/ Isolieren Sie die Rohre.
Unisolierte Warmwasserrohre wirken wie kleine, unsichtbare Heizkörper und geben im Sommer unerwünschte Wärme ab. Isolieren Sie sie mit Polyethylenschaumrohren (1,50 € bis 4 € pro laufendem Meter, abhängig vom Durchmesser).
6/ Schalten Sie die „versteckten Heizkörper“ aus.
Elektrogeräte geben unbemerkt Wärme ab, selbst im Standby-Modus. Fernseher, Computer, Internetreceiver und Spielekonsolen erzeugen ständig Wärme. Schalten Sie sie daher komplett aus. Vermeiden Sie außerdem Glühbirnen und steigen Sie auf LED-Lampen um, die deutlich weniger Wärme abgeben!
7/ Nutzen Sie Deckenventilatoren (Luftzirkulatoren).
Sie sind eine hervorragende Alternative zur Klimaanlage. Ohne kalte Luft zu erzeugen, erzeugen die Lamellen einen sanften Luftstrom, der kühle Luft nach oben zieht und die Raumtemperatur um 3 bis 6 °C senkt. Diese Modelle beschleunigen die Verdunstung von Schweiß auf der Haut. Dieses thermische Phänomen (der Windchill-Effekt) sorgt für ein sofortiges Gefühl der Kühle. Sie sind leise, platzsparend, verfügen oft über eine integrierte Lampe und verbrauchen 5 bis 30 Watt.
Unser Tipp: Für optimale Leistung wählen Sie den Ventilatordurchmesser entsprechend den Raumabmessungen: etwa 100 cm für ein 12 m² großes Schlafzimmer, mindestens 130 cm für ein 20 m² großes Wohnzimmer…
8/ Öffnen Sie die Dachbodenluke.
Wenn Ihr Haus über einen Dachboden verfügt, öffnen Sie die Lüftungsöffnungen. Warme Luft steigt auf natürliche Weise zum Dach auf und ermöglicht so, dass kühlere Luft in die darunterliegenden Räume gelangen kann. Dies verbessert die Luftzirkulation.
9/ Wechseln Sie die Bettwäsche.
Um den „Dampfbad“-Effekt zu vermeiden und für kühle Nächte zu sorgen, sollten Sie Bettwäsche und Bettbezüge nicht aus synthetischen Materialien wählen, sondern temperaturregulierende Naturfasern wie gewaschenes Leinen, Hanf, Baumwollperkal, Seide usw.
10/ Gemüse für mehr Frische:
Pflanzen sind dank Verdunstung wahre Verbündete im Kampf gegen Hitzewellen: Sie geben Wasser an die Luft ab und kühlen sie so. In Innenräumen sorgen großblättrige Pflanzen (Ficus, Philodendron, Monstera) – sofern sie ausreichend gewässert werden – für eine gesunde Luftbefeuchtung. Im Freien können Sie Kletterpflanzen an Mauern hochranken lassen oder dichte Pflanzgefäße (Efeu, Wilder Wein) anlegen, die die Sonnenstrahlen abhalten, bevor sie Wände und Fenster erreichen.