Hannah Parkers Name hallte noch immer nach. Sie war die Agentin gewesen, die sich weigerte, Abkürzungen zu nehmen, die Gerechtigkeit selbst in halsbrecherischem Tempo verfolgte – bis eine Verfolgungsjagd sie zu Fall brachte. Die Menschen erinnerten sich an die Schlagzeilen. Sie erinnerten sich an die Tragödie. Nur wenige wussten, dass sie eine Tochter hinterlassen hatte. Noch weniger kannten den Hund, der ihr stets zur Seite gestanden hatte.
Auf der Bühne saß Max würdevoll da, trotz der grauen Streifen auf seiner Schnauze. Seine Ohren zuckten, er musterte die Menge desinteressiert, bis sein Blick auf Lily ruhte. Etwas in ihm regte sich. Ein langsames, vorsichtiges, aber unverkennbares Zucken seines Schwanzes.
Das junge Mädchen holte tief Luft, nahm all ihren Mut zusammen und schritt den Weg entlang. Bei jedem Schritt klickte das Glas, das metallische Klirren hallte wie ein Countdown wider.
Die Gespräche verstummten. Köpfe drehten sich um. Was hatte ein Kind in einem gelben Regenmantel und abgewetzten Schuhen an diesem Ort zu suchen, der von Männern mit dicken Geldbeuteln und finsteren Blicken bevölkert war? Doch sie ging weiter, das Kinn hoch erhoben, bis sie schließlich dem Auktionator gegenüberstand.
„Ich möchte Max überbieten“, sagte sie mit schwacher, aber bestimmter Stimme.
Der Mann runzelte die Stirn. „Es tut mir leid, Liebling, aber…“
„Ich habe Geld.“ Sie hob das Glas hoch, ihre Arme zitterten, die Münzen glitzerten im grellen Licht. „Bitte.“
Im Raum herrschte Stille.
Ein wettergegerbter Polizist erhob sich aus dem Hintergrund, sein silbernes Abzeichen glänzte im Licht. Seine Stimme, heiser, aber selbstsicher, zerstreute die Anspannung: „Sie ist Parkers Tochter.“
Der Name hatte ein schweres Gewicht.
Die professionelle Maske des Auktionators bröckelte. Er räusperte sich. „Startpreis … fünfhundert Dollar.“
Die Summe traf Lily wie ein Schlag. Sie hatte nur 82 Dollar und 47 Cent – die sie am Abend zuvor immer und immer wieder unter ihrer Decke gezählt hatte. Ihre Lippen zitterten, aber sie blieb standhaft.
“Das ist alles, was mir von ihr geblieben ist”, murmelte sie mit leuchtenden Augen.
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