Mein reicher Sohn blickte auf meinen Topf Bohnen und fragte: „Wo sind die 2.500 Dollar, die wir dir jeden Monat schicken?“

Du lächelst fast.

Weil du mein Sohn bist. Das bleibt wahr, auch wenn du mich enttäuscht hast.

Ihm steigen erneut Tränen in die Augen. Er blinzelt sie weg und trocknet die Teller weiter ab.

Am nächsten Morgen ist es kälter.

Über Lagos de Moreno hängt ein düsterer, grauer Himmel, und Frost klebt an den Fensterrahmen, wo du alte Stoffstreifen gegen die Zugluft geklebt hast. Tomás wacht früh auf, noch vor den Jungs, und setzt sich mit einem Notizbuch an den Küchentisch, um Listen zu schreiben. Heizung. Dachreparatur. Lebensmittel bestellen. Bankumstrukturierung. Arzttermine. Rechtsberatung. Er schreibt, als versuche er, eine Brücke wieder aufzubauen, während er auf einem einzigen, brüchigen Brett steht.

Du beobachtest ihn vom Herd aus, wo du mit den letzten Ölresten Eier brätst.

Schließlich sagst du: „Mach mich nicht zu einem Projekt.“

Er blickt sofort auf. „Das ist es nicht.“

„So könnte es laufen.“ Du legst die Eier auf den Tisch. „Schuldgefühle können eine Zeit lang sehr großzügig sein. Aber dann ist Schluss damit. Ich will nicht einen Monat dramatischer Rettungsaktionen, gefolgt von einem Jahr des Schweigens.“

Die Worte treffen genau den richtigen Ton.

Er legt den Stift beiseite. „Dann sag mir, was du willst.“

Du sitzt ihm gegenüber.