Ich habe nichts gesagt.
Ich habe zugeschaut.
Eines Abends ließ er seinen Laptop auf dem Schreibtisch offen stehen. Ich suchte nichts Bestimmtes … aber der helle Bildschirm fiel mir ins Auge.
Eine Tabellenkalkulation war geöffnet.
Mein Name stand in der ersten Spalte.
„Sie werden die Kosten selbst tragen.“
Geschätzte Miete.
Nebenkosten.
Lebensmittel.
Versicherung.
Für jemanden, der zehn Jahre lang nicht gearbeitet hat, wäre ein solches Ergebnis unmöglich zu erzielen.
Nachfolgend eine Anmerkung:
„Wenn er nicht zahlen kann, geht er.“
Blätter.
Ich habe es mir lange angesehen.
Dann bemerkte ich eine weitere Karte.
“Neuer Vorschlag.”
Ich habe geklickt.
Der Name einer anderen Frau stand an der Spitze der Liste.
Gleiches Gebäude.
Andere Wohnung.
Dieselbe Zukunft, aber ohne mich.
Ich spürte, wie die Luft aus meinen Lungen wich.
Es ging nicht um Gerechtigkeit.
Es handelte sich um einen Austausch.
In jener Nacht saß er mir gegenüber auf dem Bett und sprach mit einer so ruhigen Stimme, dass es mir einen Schauer über den Rücken jagte.
„Ich brauche einen Partner, keine Last.“
„Seit wann bin ich eine Last?“, fragte ich.