Dieser Morgen begann wie jeder andere.
Ich betrat den Balkon fast gedankenlos, noch halb im Schlaf, mit der Absicht, das Fenster zu öffnen, frische Luft einzuatmen und den Tag langsam beginnen zu lassen. Das Licht war sanft. Die Welt wirkte still.
Dann fiel mein Blick auf etwas, das dort nicht hingehörte.
Zunächst war es nur Bewegung.
Subtil. Uneben. Fast so, als würde die Wand selbst atmen.
Ich blieb wie angewurzelt stehen.
Direkt dort, in der Wand neben dem Balkon, bewegte sich etwas von innen. Es fiel nicht herunter. Es schwankte nicht im Wind. Es bewegte sich. Absichtlich. Mir zog sich der Magen zusammen, und ein Schauer lief mir über den Rücken, noch bevor ich es richtig begriff.
Einen kurzen Moment lang dachte ich, es sei ein Schatten.
Dann folgte sogleich ein weiterer Gedanke, der weitaus beängstigender war.
Eine Schlange.
Mir stockte der Atem. Meine Handflächen wurden feucht. Ich hörte meinen eigenen Atem, flach und unregelmäßig. Ich stand wie erstarrt da, aus Angst, dass selbst Blinzeln alles nur noch schlimmer machen könnte.