Die Banditen hatten keine Ahnung, wer dieser „arme alte Mann“ wirklich war oder was ihnen in wenigen Minuten widerfahren würde.
„Okay“, sagte er, „wir kümmern uns jetzt um alles.“
Der alte Mann holte sein Handy heraus.
Und zu diesem Zeitpunkt wussten die Männer noch nicht, dass er nicht einfach nur ein „Rentner in einem alten Auto“ war.
„Hallo“, sagte er ruhig. „Ich bin auf der Autobahn, bei Meilenstein XY. Ja, genau da. Kommt schon.“
Der glattrasierte Mann lächelte.
„Wen hast du angerufen?“
Der Rentner antwortete nicht.
Etwa sieben Minuten später hielt ein Streifenwagen der Verkehrspolizei mit eingeschaltetem Blaulicht. Die Männer sahen sich an, waren aber noch nicht nervös.
Ein großer, uniformierter Beamter trat heraus. Er verschaffte sich rasch einen Überblick über die Lage und wandte sich dann dem Rentner zu.
„Papa, ist alles in Ordnung mit dir?“, fragte er.
„Er lebt“, antwortete der alte Mann kurz angebunden.
Der kahlgeschorene Mann versuchte, die Kontrolle zu übernehmen.
„Officer, dieser alte Mann hat keinen Abstand gehalten, er ist in uns hineingefahren…“
Der Polizist beachtete ihn nicht einmal.
„Die Kameras haben alles gezeigt“, sagte er ruhig. „Ich habe eine Fahrbahnmarkierung überfahren. Gefährliches Fahrmanöver. Plötzliches Bremsen ohne Grund.“
Die Männer verstummten.
„Und übrigens“, fügte der Beamte hinzu, „das ist mein Vater.“
Die Stille wurde zunehmend schwierig.
„Sie haben also beschlossen, den Unfall vorzutäuschen?“, fuhr er mit schärferem Ton fort. „Sie dachten, es gäbe keine Kameras auf der Autobahn?“
Der glattrasierte Mann wurde blass.
“Wir… wir wollten nicht…”
„Wir sprechen später. Dokumente.“