Das Eigelb, das mich zum Umdenken brachte

An einem gemütlichen Sonntagmorgen machte ich Rührei – ich lief da so im Autopilot-Modus vor –, als ich ein Ei aufschlug, das fast zu leuchten schien.

Eier mit goldgelbem Eigelb,
kein Witz! Das Eigelb hatte eine tiefe, goldorange Farbe, als wäre es von der Sonne geküsst worden. Einen Moment lang dachte ich: „Moment mal … ist das normal?“ Es sah so anders aus als die üblichen blassgelben Pfützen, die ich sonst aus der Schale löffele. Aber irgendetwas daran fühlte sich … richtig an. Natürlich. Als hätten Eier schon immer so aussehen sollen.

Und dann bin ich in den Kaninchenbau gefallen.

Wegen des Eigelbs? Er erzählte mir eine Geschichte. Von Hühnern. Vom Essen. Davon, wie wenig Beachtung ich einer der grundlegendsten Zutaten in meiner Küche schenkte.

Und jetzt kann ich es nicht mehr ignorieren.

Was ist also das Besondere an der Farbe des Eigelbs?
Ich erkläre es Ihnen kurz – so als säßen Sie am Küchentresen und warteten darauf, dass das Ei fertig gekocht ist:

Dunklere Eigelbe bedeuten einen besseren Nährwert. Ganz einfach.

E-Book mit Frühstücksrezepten.
Sie schmecken reichhaltiger. Merklich. Cremiger, salziger.

Sie stammen von glücklicheren Hennen. Von solchen, die herumlaufen und fressen können wie, nun ja, richtige Vögel.

Und ganz ehrlich? Es ist doch sehr befriedigend zu wissen, dass das Essen von einem guten Ort kommt.

Eier sind nicht gleich Eier.
Erst vor Kurzem wurde mir klar, dass die Eier aus dem Supermarkt – die billigen in den Styroporkartons – nicht alles verraten. Die Farbe des Eigelbs ist wie ein stiller Hinweis darauf, was das Huhn durchgemacht hat … und was man da eigentlich zu sich nimmt.