Klinische Studien zur Makuladegeneration
In mehreren randomisierten klinischen Studien wurde die Wirkung einer Safran-Supplementierung bei Patienten mit beginnender oder mittelschwerer Makuladegeneration untersucht.
In einer randomisierten kontrollierten Studie wurde festgestellt, dass eine tägliche Einnahme von etwa 20 mg Safran eine geringfügige, aber statistisch signifikante Verbesserung der Sehfunktion im Vergleich zu einem Placebo bewirkte.
Eine weitere Studie zeigte, dass die Einnahme über 12 Monate dazu beitragen konnte, einige Netzhautfunktionsparameter zu erhalten, wobei nur wenige Nebenwirkungen beobachtet wurden.
Einige kleinere Studien haben außerdem Folgendes festgestellt:
- verbesserte Kontrastempfindlichkeit
- leichte Verbesserung der Sehschärfe
- mögliche Verlangsamung des Krankheitsverlaufs
selbst wenn es sich nur um begrenzte Stichproben handelt.
Grenzen wissenschaftlicher Beweise
Trotz der vielversprechenden Ergebnisse ist es wichtig zu betonen, dass:
- Studien haben oft nur wenige Teilnehmer.
- Die Dauer ist relativ kurz
- Die Ergebnisse sind bescheiden.
- Es gibt noch immer keine offiziellen Richtlinien, die Safran als Standardtherapie empfehlen.
Derzeit gelten die Nahrungsergänzungsmittel mit der AREDS2-Formel (Lutein, Zeaxanthin, Vitamine und Mineralstoffe) als die am besten belegten, während Safran als mögliche Nahrungsergänzung noch untersucht wird.
Kann Safran medizinische Therapien ersetzen?