Der Konsum von Hibiskusblütentee verursacht Krebs.

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Verursacht Hibiskustee Krebs? Diese Frage hat aufgrund viraler Beiträge in sozialen Medien und Nachrichtenketten, die ohne stichhaltige Beweise behaupten, das beliebte Getränk könne krebserregende Substanzen enthalten, bei Tausenden von Menschen Besorgnis ausgelöst. Die verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse zeichnen jedoch ein völlig anderes Bild.
Hibiskus (Hibiscus sabdariffa) ist eine Pflanze, die in vielen Ländern zur Zubereitung von Aufgüssen und erfrischenden Getränken verwendet wird. Neben seinem angenehm herben Geschmack und seiner intensiven roten Farbe zeichnet er sich durch verschiedene antioxidative Verbindungen aus, die das Interesse von Forschern in Bereichen wie Ernährung, Kardiologie und Onkologie geweckt haben.

Bevor man also irgendwelchen im Internet verbreiteten Informationen Glauben schenkt, ist es wichtig zu wissen, was wissenschaftliche Studien tatsächlich herausgefunden haben und welche realen Risiken mit dem Konsum verbunden sind.

Woher kommt das Gerücht, Hibiskustee verursache Krebs? Zunächst einmal ist es wichtig klarzustellen, dass es keine wissenschaftlichen Beweise dafür gibt, dass Hibiskus an sich krebserregend ist.
Dieses Gerücht entstand größtenteils durch Fehlinterpretationen wissenschaftlicher Studien sowie durch reißerische Veröffentlichungen, deren Hauptziel es war, Angst zu schüren und Klicks zu generieren.

Zu den Hauptursachen dieser Verwirrung gehören folgende:

1. Verwechslung mit Pestiziden und Pilzen
Wie jedes landwirtschaftliche Produkt können auch Hibiskusblüten verunreinigt werden, wenn Pestizide während des Anbaus unsachgemäß eingesetzt werden oder wenn sie anschließend unter schlechten Bedingungen gelagert werden.

Bei übermäßiger Luftfeuchtigkeit können sich auf getrockneten Blumen Pilze bilden, die Aflatoxine produzieren, Substanzen, die als krebserregend gelten.

Dieses Problem beschränkt sich jedoch nicht nur auf Hibiskusblüten. Es kann auch bei Lebensmitteln wie beispielsweise folgenden auftreten:

Mais.
Reis.
Kaffee.
Nüsse.
Gewürze.
Daher geht das Risiko nicht von der Pflanze selbst aus, sondern von unsachgemäßer Handhabung während der Produktion oder Lagerung.

2. Informationen aus dem Kontext gerissen.
Ebenso verwenden einige Publikationen ausschließlich im Labor durchgeführte Studien, um zu behaupten, dass die Hibiskusblüte giftig sein kann.

Allerdings werden bei vielen dieser Experimente extrem konzentrierte Extrakte verwendet, die nicht dem üblichen Konsum eines selbstgemachten Aufgusses entsprechen.

Aus diesem Grund ist es unzulässig, diese Ergebnisse direkt auf den alltäglichen Konsum zu übertragen.

Was die Hibiskusblüte wirklich enthält:
Weit davon entfernt, eine Gefahr darzustellen, haben zahlreiche Studien gezeigt, dass diese Pflanze eine hohe Konzentration an bioaktiven Verbindungen enthält, die für den Körper von Vorteil sind.

Zu den wichtigsten gehören:

Anthocyane
sind natürliche Pigmente, die für die charakteristische tiefrote Farbe verantwortlich sind.

Darüber hinaus helfen sie, oxidativem Stress entgegenzuwirken und die Zellen vor Schäden durch freie Radikale zu schützen.

Polyphenole
Diese Pflanzenstoffe besitzen antioxidative Eigenschaften, die dazu beitragen, zelluläre Entzündungen zu reduzieren und verschiedene Gewebe im Körper zu schützen.

Protocatechusäure:
Aufgrund ihrer antioxidativen Kapazität und ihrer möglichen Beteiligung an zellulären Mechanismen im Zusammenhang mit dem Schutz vor oxidativen Schäden wurde diese Verbindung in mehreren Untersuchungen erforscht.

Obwohl die Untersuchungen noch andauern, sind die Ergebnisse vielversprechend.

Was sagt die Wissenschaft zu Krebs?
Derzeit gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass der Konsum von Hibiskusblütentee das Krebsrisiko erhöht.

Umgekehrt wurde in zahlreichen Laborstudien festgestellt, dass einige seiner Verbindungen antioxidative Aktivität aufweisen und verschiedene zelluläre Prozesse beeinflussen können, die mit dem Wachstum von Tumorzellen zusammenhängen.

Es ist wichtig klarzustellen, dass die meisten dieser Studien an Zellen oder Tieren durchgeführt wurden. Das bedeutet also nicht, dass Hibiskusblüten Krebs heilen oder als medizinische Behandlung eingesetzt werden können.

Diese Erkenntnisse tragen jedoch dazu bei, zu verstehen, warum diese Pflanze weiterhin Gegenstand von Studien in verschiedenen Forschungszentren auf der ganzen Welt ist.

Nachgewiesene Vorteile von Hibiskusblütentee
Zusätzlich zu seinen Antioxidantien haben mehrere Studien weitere mögliche gesundheitliche Vorteile festgestellt.

Es kann zur Blutdruckregulierung beitragen.
Mehrere klinische Studien haben gezeigt, dass der Konsum von Hibiskusblütentee bei manchen Menschen, insbesondere im Rahmen eines gesunden Lebensstils, einen geringfügigen Beitrag zur Senkung des Blutdrucks leisten kann.

Sie sollte jedoch niemals eine von einem Arzt verschriebene Behandlung ersetzen.

Es fördert die Herz-Kreislauf-Gesundheit.
Darüber hinaus deuten einige Forschungsergebnisse darauf hin, dass es zur Verbesserung bestimmter Indikatoren im Zusammenhang mit der Herzgesundheit beitragen kann, darunter LDL-Cholesterin und Triglyceride.

Obwohl die Ergebnisse ermutigend sind, sind weitere Studien erforderlich, um diese Effekte in verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu bestätigen.

Es liefert eine große Menge an Antioxidantien.
Dank seiner Polyphenole und Anthocyane trägt es dazu bei, die Schäden durch freie Radikale zu reduzieren, die für die Zellalterung verantwortlich sind.

Deshalb nehmen viele Menschen dieses Getränk in ihre Ernährung auf.

Wie man Hibiskusblütentee richtig zubereitet
Um seine Eigenschaften sicher nutzen zu können, empfiehlt es sich, einige einfache Empfehlungen zu befolgen.

Zutaten
2 Esslöffel getrocknete Hibiskusblüten.
1 Liter Wasser.
Zitrone (optional).
Süßungsmittel nach Geschmack, vorzugsweise sparsam.