Eine kleine Geste im Supermarkt, die ich nie vergessen werde

Ich betrat den Laden, betrachtete die wunderschöne Vitrine und deutete auf einen kleinen, eleganten Kuchen. „Nur diesen hier, bitte. Zum Feiern“, sagte ich mit einem leicht wehmütigen Lächeln.

Die Inhaberin der Konditorei, eine schöne und selbstbewusste junge Frau in ihren Zwanzigern, hob das kleine Gebäck vorsichtig hoch. Als sie es in eine luxuriöse weiße Schachtel gleiten ließ, fiel ihr Blick plötzlich auf mein Gesicht. Sie hielt inne. Ihre Augen weiteten sich, und ihr stockte der Atem.

Er stellte die kleine Schachtel auf den Tresen, ging um die Kasse herum und stellte sich vor mich.

„Sie erkennen mich wahrscheinlich nicht mehr“, sagte er mit zitternder Stimme, „aber ich vergesse nie ein Gesicht.“

Ich runzelte verwirrt die Stirn. „Wie bitte? Kennen wir uns schon?“

Wortlos griff er nach der dünnen Silberkette um seinen Hals. Ein kleiner Silberanhänger baumelte daran. Als ich ihn genauer betrachtete, stockte mir der Atem. Der Anhänger war eine exakte, perfekte Kopie der kleinen Zeichnung, die ich fünfzehn Jahre zuvor auf dem zerknitterten Zettel in seiner Manteltasche gefunden hatte: ein kleiner Kuchen mit einer einzelnen brennenden Kerze…