Jan Keizer (76) ist schwer erkrankt und wird nicht wieder gesund werden.

Jan Keizer , der Sänger, der seit Generationen untrennbar mit  BZN verbunden ist , hat eine beunruhigende Nachricht über seinen Gesundheitszustand mitgeteilt. In einem offenen Interview mit dem Wochenmagazin  Story  gab er bekannt, dass bei ihm erneut Prostatakrebs diagnostiziert wurde und die Krankheit nun Metastasen gebildet hat. Die Botschaft ist klar und ehrlich: Eine Heilung ist nicht mehr möglich. Nun gilt es, Zeit zu gewinnen – und diese Zeit so sinnvoll wie möglich zu füllen.

Eine Diagnose, die alles verändert

Keizer erklärt, dass er schon länger weiß, dass die Krankheit zurückgekehrt ist. „Ich weiß schon seit einiger Zeit, dass der Prostatakrebs wieder da ist“, sagt er. Er hat nun acht Chemotherapie-Zyklen hinter sich. Die Behandlungen scheinen die Metastasen zu beeinflussen, doch die Realität bleibt hart. „Es scheint in die richtige Richtung zu gehen“, sagt Keizer, „aber die Ärzte haben auch gesagt, dass ich nie wieder ganz gesund werden werde. Ich sehe meine Gesundheit jetzt eher als eine Art Dehnung und Beugung.“ Diese Worte offenbaren die Bodenständigkeit des Mannes aus Volendam – ohne Schnickschnack, ohne falsche Hoffnungen, aber mit einem klaren Blick auf die Realität.

Metastasen und die Belastung durch die Behandlung

Die Krankheit hat sich auf seine Knochen und Lunge ausgebreitet. Erstaunlicherweise leidet Keizer selbst unter relativ wenigen direkten Symptomen. Die medizinischen Untersuchungen zeigen sogar, dass die Metastasen – auch dank der Chemotherapie – leicht zurückgegangen sind. Die größte Belastung geht von der Behandlung selbst aus. „Es ist eher die Chemotherapie, die mich wahnsinnig macht“, sagt er. „Denn neben den bösartigen Zellen werden auch die gutartigen Zellen zerstört.“ Diese Nebenwirkungen sind schwerwiegend und allumfassend – eine bekannte Realität für viele Menschen, die sich einer intensiven Behandlung unterziehen müssen.

Leben in Zyklen von Hoffnung und Erschöpfung

Keizer erhält alle drei Wochen eine Chemotherapie, sofern seine Blutwerte es zulassen. Die darauffolgenden Tage sind die härtesten. „Man ist dann unglaublich müde und hat das Gefühl, es nicht zu schaffen. Man hat zu nichts Lust“, sagt er. Nach ein paar Tagen folgt meist eine langsame Erholung. Dieses Auf und Ab – von Erschöpfung zu einer kurzen Atempause – bestimmt nun seinen Rhythmus. Sein Leben wird in Wochen und Tagen gemessen, seine Energie muss sorgsam eingeteilt werden.

Vergleiche, die schmerzen

Der Sänger selbst bemerkt den Unterschied zu vor weniger als einem Jahr. Im November, achtzehn Jahre nach ihrem letzten gemeinsamen Auftritt, stand er wieder mit BZN auf der Bühne. Damals fühlte sich dieser Moment wie ein Fest, ein Geschenk an. „Wenn ich mich mit dem letzten November vergleiche“, sagt er heute, „als wir nach achtzehn Jahren wieder gemeinsam auf der Bühne standen, fühle ich mich nicht mehr so ​​gut. All die Chemotherapie-Zyklen haben mich sehr belastet.“ Der Kontrast zwischen damals und heute ist frappierend – und erschütternd.