Schuluniformen könnten im Herbst Pflicht werden. Der Staat möchte soziale Unterschiede zwischen den Schülern verringern.

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Schuluniformen könnten ab dem neuen Schuljahr wieder an allen staatlichen Schulen in Rumänien eingeführt werden. Mehrere Abgeordnete der PSD haben einen Gesetzentwurf eingebracht, der die Einführung einer obligatorischen Schuluniform für Schüler der staatlichen Sekundarstufe I vorsieht.

Die Initiative wird mit zwei Hauptargumenten begründet: der Verringerung sichtbarer sozialer Unterschiede zwischen Schülern und der Prävention von Mobbing aufgrund des finanziellen Status der Familie. Kurz gesagt, die Initiatoren des Projekts argumentieren, dass Kleidung an vielen Schulen zu einem Grund für Vergleiche, Druck und Ausgrenzung geworden ist.

In der Projektpräsentation argumentieren die Initiatoren, dass das schulische Umfeld mit zunehmenden sozioökonomischen Unterschieden zwischen Schülern konfrontiert ist, die sich immer deutlicher in der Kleidung widerspiegeln. Markenkleidung, teure Schuhe oder modische Accessoires können, so die Initiatoren, zu Kriterien für die Beurteilung von Kindern werden.

Hier liegt der Ursprung der Idee von Schuluniformen: Schüler betreten die Schule in einheitlicher Kleidung, wodurch der Druck, den Familienstatus durch Kleidung zur Schau zu stellen, verringert wird. Es geht nicht um eine einheitliche Uniform auf nationaler Ebene, die für alle Schulen gilt, sondern um von jeder Bildungseinrichtung festgelegte Modelle.

Dem Entwurf zufolge soll das Uniformmodell vom jeweiligen Schulvorstand festgelegt werden. Schüler und Eltern sollen vor der Bestimmung von Modell, Materialien, Farben und Bestandteilen konsultiert werden. Die Uniform könnte auch ein Abzeichen mit dem Namen der Bildungseinrichtung enthalten.

Diese Bestimmung ändert die aktuelle Situation. Derzeit können Schulen die Kleiderordnung für Schüler in ihren eigenen Statuten festlegen, und Eltern sind verpflichtet, für angemessene Kleidung ihrer Kinder zu sorgen. Auch Schüler sind verpflichtet, sich in der Schule respektvoll zu verhalten und angemessen gekleidet zu sein. Es gibt jedoch keine bundesweite Regelung, die Schuluniformen an allen staatlichen Schulen vorschreibt.

Das Projekt geht noch weiter und schlägt vor, dass Schuluniformen für bedürftige Familien keine finanzielle Belastung darstellen sollten. Schüler aus einkommensschwachen Familien würden von kostenlosen oder vergünstigten Uniformen profitieren. Die Unterstützung würde anhand des Pro-Kopf-Einkommens der Familie im Vergleich zum Sozialreferenzindikator und der Anzahl der Kinder in der Familie berechnet.

Die Kosten könnten aus den Budgets der Bezirksräte, der Gemeinderäte, des Generalrats der Stadt Bukarest sowie aus externen, nicht erstattungsfähigen Mitteln gedeckt werden. In der Praxis käme den lokalen Behörden bei der Umsetzung der Maßnahme eine wichtige Rolle zu, insbesondere dort, wo viele Kinder aus einkommensschwachen Familien leben.

Für Eltern stellt sich zunächst die Frage: Wer bezahlt die Schuluniform? Das Projekt versucht, diese Frage mit einem kostenlosen oder subventionierten Modell zu beantworten, doch wichtige Details sind noch ungeklärt. Es ist noch nicht klar, welcher Betrag übernommen wird, wie viele Teile ein Set umfasst, wer die Lieferanten auswählt und was passiert, wenn die Uniform abgenutzt ist oder das Kind im Laufe des Jahres wächst und eine andere Größe benötigt.

Hier zeigt sich der Unterschied zwischen einer guten Idee auf dem Papier und einer Maßnahme, die in der Praxis funktioniert. Eine Schuluniform ist mehr als nur ein Hemd und ein Abzeichen. Sie bedeutet Kosten, Lagerbestände, Größen, Materialien, Waschen, Ersatz und klare Regeln. Sind diese Punkte nicht klar geregelt, kann die Maßnahme letztendlich zu weiteren Spannungen zwischen Schule, Eltern und Behörden führen.