Übermäßiges Schwitzen: Ursachen, Folgen und Behandlungsmöglichkeiten

Schwitzen Sie mehr als die meisten Menschen in Ihrem Umfeld? Das kann Anlass zur Sorge geben, besonders wenn Sie vermuten, dass es sich um ein Anzeichen für ein gesundheitliches Problem handelt. In diesem Artikel tauchen wir tief in die Welt des übermäßigen Schwitzens, auch Hyperhidrose genannt, ein und beleuchten seine medizinischen und psychologischen Auswirkungen. Erfahren Sie, was diese Erkrankung ausmacht und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Was ist Hyperhidrose?

Übermäßiges Schwitzen ist keine harmlose Eigenart oder ein Zeichen von „Warmblütigkeit“, sondern eine anerkannte medizinische Erkrankung, die Hyperhidrose genannt wird. Der Begriff stammt aus dem Griechischen, wobei „hyper“ für „übermäßig“ und „hidrosis“ für „Schweißproduktion“ steht. Dieses Phänomen ist seit Jahrhunderten bekannt und wurde sogar in antiken Texten beschrieben.

Aber wie genau funktioniert das? Manche Menschen haben eine genetische Veranlagung, stärker zu schwitzen als andere. Hyperhidrose tritt auf, wenn die Schweißdrüsen des Körpers weit mehr Schweiß produzieren, als zur Regulierung der Körpertemperatur notwendig ist. Dieser Prozess wird vom parasympathischen Nervensystem gesteuert, das für unbewusste Funktionen wie Atmung und Herzfrequenz verantwortlich ist. Bei Hyperhidrose funktioniert dieses System wie ein defekter Thermostat und sendet ständig das Signal „Abkühlen!“, selbst in Ruhe oder in kalter Umgebung.

Wie häufig tritt Hyperhidrose auf?

Sie denken vielleicht, Sie seien die/der Einzige mit diesem Problem, doch Statistiken zeigen, dass dem nicht so ist. Weltweite Studien belegen, dass etwa 2 % der Bevölkerung stark unter übermäßigem Schwitzen leiden. Das mag nach einem geringen Prozentsatz klingen, betrifft aber Millionen von Menschen. Hyperhidrose beginnt im Durchschnitt mit etwa 13 Jahren, was bedeutet, dass viele junge Menschen bereits in der Pubertät, einer Phase voller hormoneller Veränderungen, mit dieser Erkrankung zu kämpfen haben.

Primäre und sekundäre Hyperhidrose