Und genau dann geschah es.

Und genau dann geschah es.

Bevor meine Finger den Knopf berührten, stieß Lily einen lauten Schrei aus und stürzte sich mit einer ihr fremden Wucht auf mich. Er stieß mich so heftig zurück, dass meine Schlüssel zu Boden fielen.

„Nein!“, schrie er. „Öffne es nicht!“

Seine Stimme hallte durch den Flur, und im selben Moment hörte ich ein metallisches Klicken von der anderen Seite der Tür.

Es kam nicht von der Metallplatte.

Es kam tiefer.

Ich erstarrte.

Lily klammerte sich an mein Bein und zitterte am ganzen Körper. Ich rang nach Luft. Langsam blickte ich zur Unterseite der Tür hinunter, und da sah ich es: einen fast unsichtbaren Faden, straff am Schloss gespannt und an etwas auf der anderen Seite des Rahmens befestigt.

Ich spürte, wie sich ein Loch in meinem Magen auftat.

Das war nicht normal.

Es war nicht improvisiert.

Es war eine Falle.

Ich kniete mich vorsichtig hin und versuchte, nichts zu berühren. Plötzlich schmeckte die Luft seltsam. Schwerer. Chemischer. Als ob unter dem Duft von Kaffee und Zitrone noch etwas anderes wäre … etwas Saures, etwas, das da nicht hingehörte.

Gas.

Ich wich plötzlich zurück.

Nicht viel. Nur ein Schritt. Aber das reichte, damit mein Gehirn die Puzzleteile in erschreckender Geschwindigkeit zusammensetzen konnte.