17 Anzeichen für Nierenprobleme, die Sie erkennen können – ignorieren Sie sie nicht!

13, 12. Verkalkung der Haut und Arteriosklerose

Können die Nieren überschüssiges Phosphat nicht ausscheiden, steigt der Phosphatspiegel im Blut. Phosphat kann sich an Kalzium binden und Kristalle bilden. Lagern sich diese Kristalle in der Haut ab, spricht man von kutaner Kalzinose (Calcinosis cutis). Diese äußert sich durch harte, schmerzlose, gelblich-weiße Knötchen. Noch besorgniserregender ist, dass sich diese Kristalle auch in den Blutgefäßen ablagern und diese verhärten und ihre Elastizität verringern können. Diese Arteriosklerose ist im Röntgenbild sichtbar, da die Arterien unter der Haut tastbar werden und einer Gitarrensaite ähneln. Ein hoher Phosphatspiegel beeinflusst auch den Kalziumspiegel, was zu Muskelkrämpfen führen kann.

11, 10. Muskelkrämpfe und Osteoporose

Niedrige Kalziumwerte, oft in Verbindung mit Nierenproblemen und hohen Phosphatwerten, können schmerzhafte Muskelkrämpfe, insbesondere nachts, verursachen. Bei Kalziummangel produziert der Körper zudem Parathormon, um Kalzium aus den Knochen freizusetzen. Dies schwächt mit der Zeit die Knochen und kann zu Osteoporose führen. Symptome hierfür sind unter anderem ein Verlust der Körpergröße oder Knochenbrüche nach einem leichten Sturz, insbesondere am Handgelenk, der Wirbelsäule oder der Hüfte.

9, 8. Juckreiz und Restless-Legs-Syndrom

Wenn sich Giftstoffe im Blut anreichern (Urämie), können sie die Haut reizen und starken Juckreiz verursachen, der sich nachts oft verschlimmert. Diese Giftstoffe können auch die Nervenenden empfindlicher machen. Urämie kann außerdem zum Restless-Legs-Syndrom beitragen, einer Erkrankung, die einen Bewegungsdrang in den Beinen auslöst, insbesondere beim Einschlafen. Dies liegt unter anderem daran, dass die Giftstoffe den Eisenspiegel und das Hormon Hepcidin beeinflussen, was zu Eisenmangel und den Symptomen des Restless-Legs-Syndroms führen kann.

7.6. Metallischer Geschmack und Appetitlosigkeit

Wenn sich urämische Toxine ansammeln, können sie den Geschmackssinn beeinträchtigen und einen metallischen Geschmack im Mund verursachen, ähnlich dem Ablecken einer Münze. Diese Toxine können auch zu einem urinartigen Atemgeruch (urämischer Geruch) führen. Diese Veränderungen des Geschmacks- und Geruchssinns können zusammen mit der Störung des Appetitregulationszentrums im Gehirn durch die Toxine Appetitlosigkeit, Übelkeit und ungewollten Gewichtsverlust zur Folge haben.