“Ich begrabe nichts, Sir. Ich habe nur Wasser gebracht.”
„Wasser?“, schnaubte Roman. „Drei Jahre lang? Kostenlos? So gut ist doch niemand ohne Grund.“
Der Junge blickte in das Glas. Das Wasser zitterte leicht, weil seine Hände zitterten.
Seit seinem siebten Lebensjahr besuchte er Frau Helena regelmäßig und hatte sie eines Tages vor dem Haus auf dem Weg liegen sehen. Seine Mutter war bei der Arbeit, die Nachbarn taten so, als sähen sie nichts, und Kuba rannte hin und versuchte, die alte Frau aufzuheben, obwohl sie schwerer war als er. Von da an kümmerte er sich nach der Schule um sie. Zuerst brachte er nur den Müll raus. Dann kaufte er ihr ein. Als ihr Sehvermögen nachließ, las er ihr vor. Im Winter räumte er den Schnee unter dem Gartentor weg, im Sommer goss er die Rosen, und abends, wenn sie vor Krankheit nicht einmal mehr ein Glas heben konnte, kümmerte er sich um sie.
Frau Helena sagte manchmal:
„Kubuś, du bist nicht mein Nachbar. Du bist mein kleines Licht.“
Dann lachte er verlegen und sagte:
„Licht beseitigt nicht den Müll, Frau Helenka.“
Und sie antwortete:
„Die wichtigsten Leuchten machen solche Dinge.“
Nun machte Roman einen Schritt auf ihn zu.
“Wo ist das Geld?”
Kuba runzelte die Stirn.