Die darauffolgende Woche verging in eisiger Stille.
George sprach kaum mit mir, außer wenn es unbedingt nötig war. Beim Abendessen las er seine Arbeits-E-Mails. Nachts schlief er mit dem Gesicht zur gegenüberliegenden Wand.
Ein Teil von mir fragte sich, ob ich vielleicht überreagiert hatte.
Vielleicht hatte ihn der Stress im Job zu diesem Ausbruch veranlasst.
Vielleicht hat jeder einen schrecklichen Moment verdient.
Aber ein anderer Teil von mir sah immer wieder Evelyns Gesicht.
Die Schande.
Die zitternden Hände.
Wie sie ihren Bauch schützte, während sie gedemütigt wurde.
Kein anständiger Mann sollte einer schwangeren Frau das Gefühl geben, unsicher zu sein.
Insbesondere bei verschüttetem Tee.
Dann kam der Samstagmorgen.
Jemand klopfte an unsere Haustür.
George öffnete es beiläufig – und wurde sofort kreidebleich.
