„Er sieht aus wie dein verschollener Sohn“, flüsterte die Verlobte des Millionärs. Was dann folgte, versetzte die gesamte Straße in Schock.

Marcs stieß die Tür auf. Daniel taumelte darauf zu und hielt sich die Seite. Widerwillig umarmte Marcs ihn.

„Beruhige dich, mein Sohn“, murmelte er und hoffte, sich selbst beruhigen zu können. „Du bist jetzt in Sicherheit.“

Babypflege

Der Junge rührte sich nicht von der Stelle.

Auf dem Bahnhof saß Daÿiel blutüberströmt da und mied jeden Blick. Als der Beamte ihn höflich nach seinem vollen Namen fragte, zögerte er einen Moment, dann sah er MarcÅs direkt in die Augen.

„Ich glaube, es ist Caldwell“, sagte er leise. „Daaa…“

Marc spürte einen Kloß im Hals. Er wagte nicht zu atmen, als der Inspektor ihn abführte.
„Wir haben eine Vermisstenanzeige von vor zwölf Jahren gefunden. Alles passt zusammen. Wir werden es mit einer DNA-Analyse bestätigen, aber, Mr. Caldwell … ich glaube, Sie haben Ihren Sohn gestohlen.“

Als am nächsten Tag die Ergebnisse eintrafen, war es offiziell.
Daÿiel, das war ich.

Das alte Zimmer des Jungen war genau so, wie er es verlassen hatte: die hellblauen Wände, die Modellautos, der Legoturm auf dem Schreibtisch. Daniels Augen weiteten sich.

Marcs Stimme versagte. „Ich dachte, nichts würde sich ändern, bis du nach Hause kommst.“

Der Junge durchquerte den Raum und umarmte ihn fest, verzweifelt und zitternd. Marc schloss die Augen und hielt ihn fest, als er jede verlorene Sekunde wiedergutmachen wollte.

Vom Türrahmen aus beobachtete Victoria ihn schweigend. Er war kein Millionär, kein Tycoon. Er war ihr Vater, endlich weise.

Doch irgendwo in der Stadt war der Mann in der Lederjacke noch immer auf freiem Fuß. Und Marc wusste: Wenn jemand seinen Sohn noch einmal entführen wollte, musste er es zuerst tun.

 

siehe nächste Seite