Herr Collins lächelte. „Klingt gut.“
Eli berührte sanft Darrens Regenschirm. „Kann ich ‚Angefangen mit Darrens Regenschirm‘ auf das Etikett schreiben?“
Mein Hals schnürte sich so sehr, dass ich kaum noch atmen konnte.
„Ja“, sagte ich. „Aber wir nehmen diesen Regenschirm mit nach Hause.“
Eli nickte. „Ich weiß. Papa wohnt bei uns.“
Jenelle sah mich aufmerksam an. „Darf ich eine Fortsetzung schreiben? Diesmal mit deiner Erlaubnis?“
„Ich habe Regeln.“
Er holte sein Notizbuch heraus. „Erzähl mir.“
„Keine Nachnamen. Keine Adressen. Keine Nahaufnahmen von Elis Gesicht. Keine Schlagzeilen über Darrens Tod. Und nennt meinen Sohn nicht einen Helden, als ob er nicht immer noch Müslischalen in der Spüle stehen lassen würde.“
Jenelle hat jedes Wort geschrieben. „Ich verspreche es.“
Eine Woche später genehmigte die Verkehrsbehörde die Aufstellung des Schirmständers neben der Bushaltestelle. Herr Collins strich ihn blau. Die Schule stattete ihn mit Regenschirmen, Ponchos, Handschuhen und Prepaid-Fahrkarten aus.
Auf dem Messingschild an der Vorderseite Stand:
„Der Route 47 Regenschutz“
Alles begann mit Darrens Regenschirm.
Eli hängte einen brandneuen blauen Regenschirm an seinen Ständer. Dann klemmte er sich Darrens alten Regenschirm unter den Arm.
„Bist du sicher?“, fragte ich.
Er berührte den neuen Regenschirm. „Der ist zum Teilen.“
Dann blickte er hinunter auf das, was sein Vater ihm geschenkt hatte.
„Und das sollte man sich merken.“
Ich legte meinen Arm um ihn.
Zwei Jahre lang war ich der Überzeugung, dass Darrens letztes Geschenk vor der Welt verborgen bleiben sollte.
Ich habe mich geirrt.
Darrens neuestes Geschenk war durchnässt, zitternd und zwölf Jahre alt durch unsere Haustür zurückgepurzelt.
Und irgendwie hatte mein Sohn es geschafft, die Sache weiter zu treiben, als wir es je gekonnt hatten.