Mit dem Haus kam ich nicht zurecht.
Ich hatte das Strandhaus meiner Mutter seit fünfzehn Jahren nicht mehr betreten, seit dem Unfall, der meinen Eltern und meiner jüngeren Schwester Margaret an einem einzigen Nachmittag das Leben kostete.
Als ich das letzte Mal hingehen sollte, holten sie mich zum Mittagessen ab.
Mutter hatte es schon seit Wochen geplant.
„Elena, bitte“, sagte er am Telefon. „Nur eine Mahlzeit. Setz dich zu deiner Schwester. Lass dieses Haus meine Töchter einander näher bringen.“
Margaret und ich hatten monatelang nicht miteinander gesprochen.
Der Streit hatte wegen einer so unbedeutenden Sache begonnen, dass ich mich kaum noch an die Einzelheiten erinnere. Ich hatte eine ihrer Entscheidungen kritisiert. Sie hatte mir vorgeworfen, immer zu glauben, ich wüsste, was für alle am besten sei. Die Gemüter erhitzten sich. Alte Ressentiments kamen wieder hoch.
Dann sagte er: „Du weißt nicht alles über mich.“
Ich antwortete: „Vielleicht, weil du mir nie etwas erzählst.“
Das waren die letzten Worte, die ich zu meiner Schwester sagte.