Nach fünfzehn Jahren kehrte ich in das Ferienhaus meiner Mutter am Meer zurück und entdeckte das Geheimnis, das meine Familie mir nie hatte verraten können.

„Elena“, sagte er leise, „du kannst nicht immer mehr Geld für ein Haus ausgeben, das du nicht betrittst.“

“Ich weiß.”

Sie müssen es heute nicht verkaufen. Aber Sie müssen es sich ansehen.

Bei diesem Gedanken zittern meine Hände.

Daniel griff über den Tisch und bedeckte sie mit seinen Händen.

Du gehst da nicht allein rein.

Eine Woche später fuhren wir an die Küste.

Die Tür öffnete sich.
Das Häuschen wirkte kleiner, als ich es in Erinnerung hatte.

Die Verandadielen waren grau geworden. Salz hatte die Ziegel verfärbt. Wildes Gras wuchs um den weißen Zaun herum, und einer der Fensterläden hing leicht schief.

Aber die Vorhänge waren immer noch blau.

Das alte Windspiel meiner Mutter stand neben der Tür; die Teile waren durch jahrelange Einwirkung der Seeluft verrostet.

Sie bewegte sich vorsichtig, obwohl der Morgen völlig still zu sein schien.

Daniel nahm den Schlüssel, weil ich es nicht konnte.

‘Bist du bereit?’, fragte er.

„NEE.“

Er lächelte wehmütig. „Wir schaffen das, egal was passiert.“

Das Schloss bot zunächst etwas Widerstand. Dann klickte es.

Daniel stieß die Tür auf und trat in den schmalen Flur.

Er blieb so abrupt stehen, dass ich gegen seinen Rücken stieß.

„Elena“, flüsterte er. „Bleib hier, wo du bist.“

Mein Herz hämmerte in meiner Brust.

“Was ist das?”

Er gab keine Antwort.

Ich schaute über seine Schulter.

Im Wohnzimmer stand ein Mädchen.

Sie wirkte wie achtzehn oder neunzehn Jahre alt, hatte schulterlanges blondes Haar und blaue Augen. Sie hielt ein gerahmtes Foto an ihre Brust gedrückt.

Einen Moment lang konnte mein Verstand nicht begreifen, was ich sah.

Die Form ihres Gesichts.

Die leichte Neigung seines Kopfes.

Das Grübchen in ihrer linken Wange.

Im gleichen Alter sah sie Margaret fast zum Verwechseln ähnlich.

Meine Knie wurden weich.

Dann ertönte hinter mir ein gewaltiger, metallischer Knall.

Ich schrie auf und drehte mich um.

Ein älterer Mann stand auf der Veranda und starrte uns mit schockiertem Gesichtsausdruck an. Ein Werkzeugkasten war ihm aus der Hand gefallen, klapperte gegen die Dielen und verteilte Schrauben und Schraubenschlüssel über seine Füße.

‘Elena?’, sagte er.

Langsam erkannte ich ihn.