Sie warnt seit Jahren vor Internetbetrug, doch nun ist Catherine Keyl selbst Opfer geworden. Die 79-jährige Moderatorin fiel auf ein täuschend echt wirkendes Fake-Video herein. Darin schien Oprah Winfrey ein Abnehmprodukt zu bewerben. Später stellte sich heraus, dass das Video mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt worden war.
Catherine erzählte Story, dass sie einen Moment gezögert habe. Dennoch habe sie sich entschieden, das Medikament zu bestellen. Sie dachte, Oprah würde eingreifen, falls das Video gefälscht sei. Kurz darauf stellte sie fest, dass sie Geld an Betrüger überwiesen hatte. Ihre Bank musste eingreifen und ihre Karten wurden gesperrt.
Catherine Keyl wurde Opfer eines KI-gestützten Videobetrugs
. Catherine Keyl engagiert sich seit Längerem gegen Online-Betrug. Im Auftrag des Ministeriums für Justiz und Sicherheit informiert sie regelmäßig Senioren. In diesen Treffen warnt sie ältere Menschen vor Internetbetrügern, gefälschten Nachrichten und Bankbetrug. Umso schmerzlicher ist es, dass ihre eigene Geschichte so tief berührt.
Sie weiß also genau, wie raffiniert Betrüger vorgehen können. Und doch ist es ihr selbst passiert. Catherine erzählt Story, dass sie durch den Betrug Geld verloren hat. Damit will sie vor allem deutlich machen, dass niemand sicher ist. Nicht einmal, wenn man sich für besonders wachsam hält.
Die Moderatorin stieß online auf ein Video über Abnehmpillen. In dem Video interviewte Oprah Winfrey einen Arzt. Alles wirkte professionell und vertrauenswürdig. Laut Catherine dauerte das Gespräch etwa eine halbe Stunde. Das machte das Video für sie noch glaubwürdiger.
Im Video wurde behauptet, man könne mit dem Produkt abnehmen. Außerdem gäbe es angeblich keine unangenehmen Nebenwirkungen. Das weckte ihr Interesse, denn sie hatte zuvor ein anderes Produkt ausprobiert, von dem ihr sehr übel geworden war. Das neue Produkt schien daher eine bessere Alternative zu sein.
Oprah schien das Produkt zu bewerben.
Am überzeugendsten wirkte Oprah Winfreys Rolle im Video. Catherine sah, wie Oprah mit dem Arzt über das Abnehmprodukt sprach. Laut Catherine sah Oprah gut aus. Daher schien es, als vertraue sie dem Produkt. Für viele Menschen weckt ein so bekannter Name sofort Vertrauen.
Catherine fragte sich kurz, ob das Video gefälscht sein könnte. Sie verwarf den Gedanken jedoch. Schließlich glaubte sie, Oprah hätte längst etwas unternommen. Wenn jemand ihren Namen missbrauchte, wäre das doch sicher schnell bekannt geworden? Catherine fand nichts dazu und beschloss, etwas zu bestellen.